Bally · 1984
Black Pyramid

Der Black Pyramid war der erste Flipper zum Thema Abenteuer á la Indiana Jones. Aus Lizenz-rechtlichen Gründen taucht dieser Name natürlich nirgendwo auf, aber wenn man sich die Grafiken dieses Flippers anschaut, wird man die Parallelen sehr gut erkennen.
Auch der Black Pyramid ist vom Aufbau her eher ein Sparflipper. Sprachausgabe, Rampen und Multiball sucht man hier vergebens. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln hat George Christian dennoch einen Flipper mit Spielspaß erschaffen.
Nach dem Abschuss gelangt der Ball zum oberen Teil des Spielfeldes. Dort sind zwei Bahnen, nach deren Durchlaufen jeweils der zugehörige Schlagturm erleuchtet wird. Dieser zählt dann 1000 statt 100 Punkte. Zwischen diesen Bahnen befindet sich ein Kugelfangloch mit fünf Pfeilen, die der Reihe nach aufleuchten und den Wert des Fangloches bestimmen. Dort kann der Spieler zum Beispiel die Schlagtürme blinken lassen (sie zählen dann 3000 Punkte) oder das Törchen in der rechten Auslaufbahne öffnen. Zusätzlich wird durch den jeweiligen Pfeil ein Buchstabe des Wortes BLACK beleuchtet.
Unter den beiden Schlagtürmen befindet sich ein hin- und herpendelndes Ziel. Schafft es der Spieler, an diesem alle 8 Positionen zu beleuchten, gibt es dafür 200.000 Punkte.
Am linken und rechten Spielfeldrand ist jeweils eine lange Bahn zu finden, die wieder zum oberen Spielfeldrand führt.
In der linken befindet sich ein Überrollstern, dessen Wertung bei jedem Kugelkontakt erhöht wird. Hier kann auch ein Extraball und ein Special gewonnen werden. Zusätzlich wird ein Buchstabe des Wortes PYRAMID oder ein Pfeil der 200.000er Wertung beleuchtet.
In der rechten Bahn ist eine Bank mit drei hintereinander angeordneten Fallzielen verbaut, die den Bonusmultiplikator erhöht. Sind alle drei Fallziele versenkt, wird beim nächsten Durchlauf das Wort BLACK und anschließend PYRAMID komplett beleuchtet.
Weiterhin sind Ziele auf dem ganzen Spielfeld verteilt, um das Wort PYRAMID gezielt zu beleuchten.
Trotz des relativ einfachen Aufbaus ist der Black Pyramid sehr gut zu spielen. Besonders das Swinging Target ist nicht einfach zu treffen und sorgt für langen Spielspaß.
Das Layout zu diesem Flipper stammt von George Christian, die Grafiken sind von Greg Freres. Bally stellte diesen Flipper 1984 in einer Auflage von 2500 Stück her.
1985 wurde dieser Flipper ein zweites Mal vermarktet, dieses Mal von der italienischen Firma Bell Games. Diese änderte nur die Grafiken und nannte den Flipper New Wave.
Zum dritten Mal baute schließlich die italienische Firma I.D.I diesen Flipper nach. Dort hieß er Movie Masters und wurde als Umbausatz für alle Bally-Flipper verkauft. Der Käufer erhielt dabei das komplette Austauschspielfeld, eine neue Kopfscheibe und Folien, um das Cabinet zu überkleben. Das Swinging Target wurde bei diesem Umbausatz durch zwei stationäre Ziele ersetzt.


