Diese markante Brücke befindet sich auf der ersten Etappe des Camino Primitivo, genauer gesagt kurz vor Grado in Asturien (Nordspanien). Es handelt sich um die historische Steinbrücke Ponte de Gallegos (auch Puente de Gallegos genannt), welche den Fluss Nalón bzw. dessen Nebenarm überquert. Direkt neben der Brücke steht die Ruine einer alten Steinmühle. Pilger überqueren diese Brücke auf dem Weg von Oviedo nach Grado.

Mein erster Camino! Gepilgert im Jahre 2019
Einen Camino gehen? Warum? Warum nicht?
Man kann sich wochenlang den Kopf zerbrechen ob und wie man den / einen Camino geht, sich akribisch vorbereiten, alles Mögliche an Informationen zum ausgewählten Weg im Netz sammeln und bleibt dann zu Hause. Oder man geht einfach los…
Ganz so blauäugig wie ich solle man aber nicht losgehen. Einige Dinge sollte / muss man aber unbedingt vorher klären. Dazu gehört auf alle Fälle ein vernünftiger Schuh den man in der Regel nur im spezialisierten Fachhandel erwerben kann und auch etwas Funktionskleidung, welche schnell trocknet und ein Rucksack der nicht zu viel wiegt.
Viel Mehr ist eigentlich nicht nötig. Man macht kein Überlebenstraining. Ein Zelt, Kochgeschirr, Outdoor-Waschmaschine, Wasserfilter, Astronautennahrung, Überlebensrationen … Alles nicht nötig. Spätestens auf dem Camino wirft man nach ein paar Tage alles weg oder schickt es bestenfalls mit der Post nach Hause, sofern man überhaupt losgelaufen ist. Viele Berichte über Strapazen und Schwierigkeiten sind übertrieben. Wenn ich alles im Netz vorher gelesen hätte, ich wäre garnicht erst losgelaufen.
Ich weiß, man soll es nicht machen, aber mir war damals alles egal. Ich wollte nur weg, meine Ruhe haben, zu mir kommen und mir über einige Dinge klar werden - und genau das hat auch geklappt.
Heute bin ich froh das ich losgelaufen bin, trotz fehlendem Lauftraining und Übergewicht! Aber ich bin auch nicht die großen Strecken von 25-40 Km gelaufen und ich bin auch nicht ohne Frühstück um 6 Uhr losgerannt. Dafür habe ich mir die Umgebung angesehen, mein Leben entschleunigt und nur einfach etwas länger gebraucht! Auch das geht. Man muss sich nicht an die Etappen der Wanderführer halten. Meine Erfahrung ist: Ich hatte jeden Tag ein Bett und ich bin nicht verhungert. Dafür hatte ich aber viel Spaß!
