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Tag 4 · 15 Mai 2023
Barcelos – Vitorino de Piães
Barcelos → Vitorino de Piães · 21 km

Barcelos in Nordportugal liegt am Rio Cávade, rund 60 km nördlich von Porto.

In Barcelos entstand einst die Legende vom »Hahn von Barcelos«, der heute eines der wichtigsten nationalen Symbole von Portugal ist.
Die Stadt ist ein wichtiges Zentrum der portugiesischen Handwerkskunst. Vor allem ist Barcelos für seine Töpferei berühmt. Bestaunen und erwerben kann man diese jeden Donnerstag auf dem großen Markt von Barcelos (Feira de Barcelos).
Aber auch ohne Markt ist Barcelos einen Ausflug wert. Das mittelalterliche Stadtzentrum, am Cávade-Fluss gelegen, besitzt einige sehenswerte Kirchen, Museen und weitere historische Bauwerke.


Nach einem Frühstück auf der obersten Etage unseres Hostels mit wunderschönen Blick über die Altstadt ging es dann für uns weiter auf dem Weg nach Vitorino des Piães.

Am Ortsausgang von Barcelos fanden wir ein kleines Einkaufszentrum mit einem Tedi-Markt. Dort kauften wir (neben Wasser) auch eine Poolnudel. Diese wurde in kleiner Stücke geschnitten und als Unterpolsterung für die Schultergurte der Rucksäcke genutzt. Ja, neben den Schuhen sollte man auch am Rucksack nicht sparen und auch nicht zu viel mitnehmen…


Die nächste Stadt auf unserem Weg war Lijo, wo wir erst einmal zu Mittag gegessen haben. Nach den ganzen Hamburgern war der dort angebotene Fisch wirklich einmal eine willkommene Abwechslung.
Unterwegs immer wieder Kirchen, egal wie klein das Dorf auch ist. Auch die Kunst kommt nicht zu kurz und reicht von Gemälden auf Häusern über Bilder auf Mauern bis hin zu alten keltischen Symbolen auf großen Steinen.



In Balugães, dem eigentlichen Ziel unserer Etappe war leider kein Bett mehr zu bekommen. Zu viele Pilger halten sich stur an die Etappen der Wanderführer und fluten dann die Herbergen. Kommt man nach 14 Uhr ist meißtens alles belegt. So blieb uns nichts anderes übrig als unsere Etappe um 5 Km bis Vitorino de Piães zu verlängern.

Egal, um 19 Uhr kamen wir dann an der Herberge an.
Die Herbergsmutter bietet für alle Pilger ein gemeinsames Abendessen an. Für uns gab es dieses sogar 90 Minuten später. Am Tisch im Hof der Herberge trafen wir dann einige Pilger die wir schon auf den ersten Etappen kennen gelernt haben. So war für Gesprächsstoff gesorgt und bei dem einen oder anderen Glas Wein und einem Froschkonzert klang der Abend dann aus.

