JakobswegeDer Camino Portugués Central → Tag 8

Tag 8 · 19 Mai 2023

Valença / Tui – O Porriño

Valença / Tui → O Porriño · 16 km

Camino Portugues Central Tag 8

Auch dieser Tag begann wieder mit einem Frühstück im Pilgercafe. Danach ging es los auf den Weg nach O Porriño.
Der Weg war leicht zu finden. Überall sind Hinweise an den Häusern angebracht, zum Teil einfache Pfeile, zum Teil aber auch richtige Kunstwerke.

Auch hier in Spanien geht aktuell der größte Teil des Weges über das Steinpflaser der alten Römerstraße XIX die uns seit dem Start in Porto begleitet. Waren die ersten Gedanken am Anfang noch wie man am besten auf diesen Steinen unterschiedlicher Größe läuft, fragten wir uns inzwischen wie diese ganzen Steine in die Wälder, Wiesen und auch auf die Berge gekommen sind. Wir waren hier in der Ribeira, der Region, in der die besten Weißweine Spaniens hergestellt werden und in der die Hügel mit Weinbergen übersät sind.

Nach ein paar Kilometern kamen wir an einen kleinen Pilgerpark an der Ponta da Veiga.

Die Straße, die über die Brücke führt, wurde „a vereda“ genannt „Königsstraße“, die von Ponteareas nach Tui führt.
Im Pilgerpark fallen zwei Kunstwerke auf:
Das große Pilgerdenkmal in das sich wohl jeder Pilger hineinstellt und eine Quelle die in einen Granitblock mit Wanderstab und Jakobsmuschel eingelassen ist.

Die Ponte da Vega überspannt den Rio Louro der in den Rio Miño mündet. Gleichzeitig bildet der Rio Louro die Grenze zwischen den Gemeinden San Bartolomé de Rebordáns und Guillarei.

Unser Weg führte uns weiter über Römerstraße XIX zur Ponte das Febres (Fieberbrücke).

Diese kleine Brücke über den Fluss San Simón war der Ort, an dem der dominikanische Mönch Pedro González (San Telmo) vom Fieber geplagt, seine Absicht aufgab in das Kloster San Domingos de Bonaval bei Santiago zu gehen und nach Tui zurückkehrte wo er starb. An dieser Stelle befindet sich heute, wie schon geschrieben, die Capilla de San Telmo.

Etwas später, mitten im Wald, hörten wir dann Dudelsackmusik. Ein einsames Männchen stand mitten im Wald und dudelte auf seinem Sack.

Mit einem Dudelsack verbinden die meisten Menschen vermutlich die schottische Variante, doch auch die Gaità, wie das Instrument in Galicien genannt wird, gehört zu den Dudelsäcken. Das Instrument stammt aus Galicien und wird traditionell in ganz Spanien gespielt. Der Sack bestand früher aus Ziegen- oder Schaffell, heute wird er meist aus Stoff gefertigt und dann mit traditionellen Mustern überzogen.

Kurz darauf verließ der Weg den Wald. Um nicht nur durch das Industriegebiet von Pontellas laufen zu müssen, entschieden wir uns für die Alternativroute die weiter durch Wälder und nur wenig durch besiedeltes Gebiet führt. Aber auch hier gehen aber die letzten 5 Km durch Stadtrandgebiete mit Industrie.

Schliesslich kamen wir dann in O Porriño an unserer Alberge Senda Sur an, wo wie eine Camarote (Kammer mit 4 Betten) reservieren konnten.