Jakobswege → Der Camino Portugués Central → Tag 9
Tag 9 · 20 Mai 2023
O Porriño – Redondela
O Porriño → Redondela · 18 km

Seit O Porriño sind es weniger als 100 Km bis Santiago de Compostela!

Auf dem Weg nach Redondela gab es wenig aufregendes. Am Lustigsten waren noch die Schilder die vor frei laufenden Pilgern warnen.

In Mos kamen wir an einem Denkmal für die Galizische Dichterin Magdalena Dominguez aus Mos vorbei. Die Inschrift der Tafel an Ihrem Denkmal hat einen Bezug zum Jakobsweg nach Finisterra: “Vom Rande der Welt des Marco Polo gibt es einen weißen Pfad der den Pilger vom Ende der Welt nach Santiago führt”. Die Römer dachten, dass dies der westlichste Punkt der Erde sei und daher hier die Welt zu Ende wäre.

Also „finis terrae“. Diese Ansicht wurde erst durch Christoph Kolumbus gegen den Widerstand der Kirche widerlegt. Aber auch sonst ist Finisterra nicht der westlichste Punkt der damals bekannten Erde: Dieser befindet sich in Portugal ca. 40 km westlich von Lissabon am Cabo da Roca.
Selbst in Spanien gibt es noch einen Punkt der weiter westlich liegt, der gut 15 km nördlich an der Punta Laxial beim Cabo Touriñán. Beides hätte die Poetin aber wissen müssen, sie wurde 1922 geboren und starb 2021.
Ebenfalls in Mos durchquerten wir einen Pilgerpark. Auch hier stehen viele Skulpturen mit Bezug zu Pilgern und dem Jakobsweg.




In Mos kamen wir dann an der Igrexa de Santa Baia de Mos / Iglesia de Santa Eulalia de Mos vorbei. „Baia“ bedeutet auf Galizisch „Eulalia“ und ist der Name einer Heiligen, die in ganz Galizien weitverbreitet verehrt wird. Auf einer Seite des Pazo de Mos wurde im 16. Jahrhundert die Kirche Santa Baia de Mos errichtet, allerdings mit späteren Änderungen. Im Inneren der Kirche Santa Baia de Mos und unter dem Tonnengewölbe fallen die spektakulären barocken Altarbilder sowie die Fresken auf, die noch heute an den Wänden und Gewölben der Kirche zu sehen sind.


Weiter ging es von dort über lange Wege durch Dörfer und Felder, aber auch über kleinere Berge. Ein dauerndes Bergauf / Bergab.
Dann erreichten wir die Stadtgrenze von Redondela, wo wieder eine Pilgerskulptur stand.


Hier konnte man durch ein Loch im Kopf der Skulptur stecken und so ein Pilgerbild von sich machen. Redondela selbst liegt an eine Atlantikbucht. In dieser liegen viele Jachten vor Anker und sind geschütz vor dem was draußen auf dem Atlankik los ist. Ca 1km von dieser Bucht befand sich unsere Herberge, die Albergue A Dársena do Francés. Auch auf deren Sello ist ein Seemotiv mit Bezug auf den nahen Atlantik zu finden.



